Prepaid Allnet Flat – die deutschen Tarife im Überblick

Prepaid Allnet Flat – die deutschen Tarife im Überblick – Allnet Flat mit pauschaler Abrechnung von Gesprächen, Internet und manchmal auch SMS kamen zuerst im Postpaid-Bereich auf und wurden in den letzten Jahren langsam auch von den Prepaid Discountern übernommen. Mittlerweile findet man passende Prepaid Allnet Flat bei fast allen Prepaid Anbietern und die Konditionen müssen sich dabei nicht mehr vor den Tarife auf Rechnung verstecken (mehr dazu im Allnet Vergleich). Je nach Anbieter gibt es kaum noch Aufpreise, wenn man Prepaid Flatrates nutzen will.

Vom System her gibt es kaum Unterschied zwischen normalen Allnet Flat und Prepaid Allnetflat. Die bekannten Merkmal findet man bei beiden Abrechnungformen (siehe auch Allnet Flat Definition). Unterschiede gibt es natürlich bei der Bezahlung. Bei Prepaid Allnet Flat müssen die monatlichen Gebühren vorher auf die Prepaidkarte geladen werden, im Postpaid Bereich zahlt man sie hinterher mit der Rechnung. Noch ein Unterschied: normale Allnetflat werden oft mit Handy und Smartphone (beispielsweise Flatrates mit iPhones) verkauft. Das gibt es im Prepaid Bereich bisher nicht. Prepaid Allnet Flat sind in der Regel die reinen Tarif ohne Hardware. Im Allnet Flat Vergleich gibt es im Prepaid Bereich teilweise auch etwas weniger Datenvolumen. Flatrates mit 5GB sind selten, Angebote mit 10GB Datenvolumen nur vereinzelt zu finden.

Auch dank Prepaid Allnet Flat sind die Prepaid Tarife wieder für viele Nutzer interessant geworden und man merkt dies an der Entwicklung der Kundenzahlen im Prepaid Bereich. Mehr dazu haben wir in diesem Artikel zusammengefasst: Für wen lohnt sich eine Allnet Flatrate?

Im Vergleich haben Prepaid Allnet Flat vor allem dann einen Vorteil, wenn man sie nicht dauerhaft nutzt – sie also nur ab und an braucht und sie daher auch wieder stilllegen kann, wenn sie in einem Monat nicht benötigt werden. Diese Flexibilität gibt es bei normalen Allnet Flat nicht – diese müsste man immer direkt wieder kündigen und neu buchen. Das kann man sich bei Prepaid Allnet Flat sparen.

Die billigste Prepaid Allnet Flat

Je nachdem, was man von der Prepaid Flatrate erwartet und welche Leistungen man benötigt, sind andere Anbieter sinnvoll.

Den billigsten Preis für eine reine Allnet-Sprachflatrate gibt es derzeit bei Simquadrat. Das Unternehmen bietet kostenlose Gespräche in alle deutschen Netze als Prepaid Option für 4.99 Euro an. Dann sind aber weder Internet noch SMS enthalten. Dazu ist Simquadrat vor allem auf eSIM fokussiert – wer kein passendes Handy hat, muss die Sim unständlich umtauschen.

Bei Congstar gibt es über den Tarifbaukasten eine Allnet Flat für Gespräche samt 500MB Internet für nur 7 Euro für 28 Tage. Wer also auch Internet dazu braucht, findet hier den besten Preis. SMS sind aber auch bei Congstar nicht enthalten und werden extra abgerechnet.

Eine vollständige Prepaid Allnet Flat mit kostenlosen Gesprächen in alle Netze, SMS und immerhin 1,5GB Internet gibt es bei Discotel. Das Unternehmen bietet dieses Bundle für 7.95 Euro für 28 Tage. Man zahlt also etwas weniger als 1 Euro mehr als bei Congstar und bekommt DEUTLICH mehr Leistung.

Prepaid Allnet Flat mit LTE und 5G

Bei der LTE Nutzung gibt es bei den Prepaid Allnet Flat eine sehr gute Nachricht: die meisten Prepaid Anbieter haben spätestens ab 2019 auf LTE umgestellt und daher gibt es mittlerweile kaum noch Prepaid Tarife auf dem deutschen Markt, die keinen Zugang zum 4G/LTE Netz des jeweiligen Anbieters haben. Das gilt so auch für die Prepaid Allnet Flat. Man kann also diese Tarife mit LTE nutzen, teilweise ist es aber kostenpflichtig und nur gegen Aufpreis verfügbar (beispielsweise bei Congstar).

Die Nutzung von VoLTE ist dagegen kaum verfügbar. Nur im O2 Netz bieten Prepaid Discountr diese Technik für ihre Prepaid Tarife an. Die D1 Netz Anbieter und auch die Vodafone Allnet Flatrates haben noch kein VoLTE und daher können Gespräche auch nicht über LTE abgewickelt werden. Die handys müssen dann immer ins 3G Netz wechseln, wenn ein Anruf ankommt – das kostet Akku und kann für Untebrechungen bei Streams sorgen.

Noch schlechter sieht es bei 5G aus. Hier gibt es bisher nur einen Anbieter, der diese Technik auch im Prepaid Bereich anbietet und das ist die Telekom. Die MagentaMobil Prepaid Allnet Flat können auf Wunsch 5G nutzen. Das kostet 3 Euro monatlich mehr und dann steht auch das 5G Netz der Telekom zur Verfügung. Allerdings benötigt man dafür neben der Flatrate auch ein passendes 5G Handy und natürlich muss das 5G Netz der Telekom vor Ort bereits ausgebaut sein. Nur wenn alle diese Punkte erfüllt sind, kann auch auch im Prepaid Bereich mit 5G Speed surfen.

Prepaid Allnet Flat mit unbegrenztem Datenvolumen

Im Postpaid Bereich gibt es bereits einige Allnet Flatrates, die unbegrenztes Datenvolumen bieten und daher komplett auf eine Drosselung verzichten. Im Prepaid Bereich ist die Auswahl noch sehr limitiert. Nur der MagentaMobil Prepaid Max Tarif der Telekom bietet Surfen ohne Limit. Alle anderen Prepaid Allnet Flat auf dem deutschen Markt arbeiten dagegen mit Drosselung und Datenlimit. Das Unternehmen schreibt selbst zu diesem Tarif:

Wer völlige Unabhängigkeit wünscht, ist mit der neuen Max-Variante gut bedient: 99,95 Euro/ 4 Wochen werden fällig für unbegrenztes Datenvolumen mit 5G bzw. LTE Max, SMS und telefonieren ins deutsche Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze. Auch hiermit unterstreicht die Telekom ihre Innovationskraft und bietet als erster Anbieter einen Prepaid-Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen an.

Der Preis für diese Allnet Flat ist allerdings sehr hoch. Die Telekom rechnet dafür 99 Euro für 4 Woche ab – damit ist diese Form der Prepaid Allnet Flat sogar noch teuerer als die Flatrates ohne Datenlimit im Postpaid Bereich und derzeit die teuerste Allnet Flatrate, die man im Prepaid Segment bekommen kann. Daher lohnt sich diese Flat mit unbegrenztem Datenvolumen wohl nur in absoluten Ausnahmefällen und die meisten Nutzer werden in diesem Bereich wohl weiterhin auf die Allnet Flat auf Rechnung zurückgreifen – immerhin bietet O2 diese Form der Tarif bereits für etwa 40 Euro an.

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