Datenvolumen nachbuchen bei Allnet Flat – so hebt man die Drosselung auf

Datenvolumen nachbuchen bei Allnet Flat – so hebt man die Drosselung auf – Mittlerweile gibt es bereits eine Reihe von Allnet Flat ohne Limit, die meisten Angebote auf dem deutschen Mobilfunk-Markt arbeiten aber nach wie vor mit einem festen monatlichen Datenvolumen und wenn man als Verbraucher dieses überschreitet, wird die Allnetflat in der Regel gedrosselt. Dann sinkt der Speed so stark ab, dass eine sinnvolle Nutzung in vielen Bereich gar nicht mehr möglich ist. Auch 5G Allnet Flat sind davon betroffen und deutlich langsamer als vorher. Meisten wird der Speed auf 2G Speed von 32kBit/s und oder 65Kbit/s reduziert. Theoretisch ist damit noch mobiles Surfen möglich, aber in der Praxis sind die Wartezeiten meistens einfach zu groß.

Ausnahme dabei sind neben den aktuellen Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen und ohne Drosselung. Bei diesen ist natürlich kein Nachbuchen von Datenvolumen notwendig, da man mit diesen Angebote ohnehin so lange Surfen kann wie man möchte.

Dazu sind die Datenvolumen im Mobilfunk Segment in den letzten Jahren immer größer geworden. 5 Gigabyte Allnet Flat und auch Flat mit 10 Gigabyte pro Monat sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahmen. Man hat also immer mehr Volumen zur Verfügung und muss nicht mehr so oft selbst nachbuchen.

Die gute Nachricht: die meisten Allnet Flat Anbieter haben Möglichkeiten, diese Drosselung gegen Aufpreis auch wieder aufzuheben. Wer danach also noch schnell surfen will, kann Datenvolumen nachbuchen. Das geht in allen Netzen und bei allen Anbietern, man muss aber je nach Anbieter mehr bezahlen, wenn man diese Möglichkeit nutzen will. Teilweise kann man dabei extra Gigabyte nachbuchen, teilweise auch die Datenflat wieder zurücksetzen (Datenreset). Auf diese Weise kann man dann wieder für ein bestimmte Volumen schnell surfen – ist auch dieses Volumen wieder aufgebraucht, wird aber dennoch erneut gedrosselt.

Sonderfälle
Die Datenvolumen bei der Nutzung von WhatsApp für reine Textnachrichten sind so gering (weniger als 5kb), dass auch eine Drosselung bei diesem Dienst kaum ins Gewicht fällt. WhatsApp kann man daher auch mit einer aktiven Drosselung auf 64Kbit/s relativ gut benutzen. Vodafone bietet die Vodafone GigaPässe und die Telekom die StreamOn Optionen – auch diese bieten Surfen für bestimmte Dienste ohne Limit und unabhängig von der normalen Datenflat.

Die Telekom bietet mit der DayFlat unlimited auch die Möglichkeit, für einen Tag unbegrenztes Datenvolumen zu buchen. Wer also weiß, dass er an einem Tag besonders viele Daten übertragen will, kann auf diese Weise eine Auszeit vom Datenlimit buchen (allerdings auch gegen Aufpreis).

Zusätzliches Volumen bei der Telekom nachbuchen

Die Telekom und auch die meisten Allnet FLAT im Netz von D1 zeigen die aktuellen Datenvolumen unter datapass.de an und ermöglichen es unter der SMS-Kurzwahl 7277 neues Volumen nachzubuchen. In der Regel reicht eine SMS mit „speed“ an die 7277 um die Drosselung aufzuheben. Die Kosten für dieses Upgrade (im Netz der Telekom SpeedOn genannt) sind unterschiedlich und können bis zu 4.95 Euro betragen.

Damit eine neue Buchung möglich ist, muss die Drosselgrenze erreicht sein. Die Telekom informiert darüber per SMS. Erst wenn die SMS eingetroffen ist, kann neues Internet-Volumen nach gebucht werden. Klarmobil bietet aktuell kein SpeedOn an, bei Congstar und Callmobile ist das aber möglich. Ebenso bieten natürlich die originalen MagentaMobil Tarife der Telekom diese Möglichkeit des Nachladens von Guthaben an.

Daneben gibt es auch die bereits angesprochene DayFlat unlimited mit Surfen ohne Limit für 24 Stunden. Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Surfen Sie 24 Stunden, so viel Sie möchten – mit der DayFlat unlimited erhalten Sie für einen Tag unbegrenztes Datenvolumen und surfen komplett ohne Limit! Grenzenlos Filme, Musik und Videos streamen, ohne auf das Datenvolumen zu achten. Flexibel zubuchbar direkt von Ihrem Smartphone oder Tablet in der MeinMagenta App oder unter pass.telekom.de.

Die DayFlat unlimited gibt es auch für die Prepaid Allnet Flat der Telekom.

Zusätzliches Volumen bei Vodafone nachbuchen

Bei Vodafone und auch bei den Allnet Flat im Vodafone Netz ist das Nachbuchen von Datenvolumen leider noch nicht so einfach möglich. Im Prepaidbereich kann man teilweise einmalig Flatrates upgraden, ab einem bestimmten monatlichen Volumen ist aber Schluss. Ein unlimitiertes Nachbuchen von Volumen wie im Netz der Telekom ist hier nicht möglich. 1&1 hat das als Discounter im Vodafone Netz deutlich besser gelöst. Hier ist die Nachbuchung mehrfach möglich und per Anwort-SMS auf die Drosselung durchführbar. Bei Vodafone selbst (den Vodafone RED Allnet Flat) gibt es ebenfalls keine Probleme mit dem Nachbuchen. Im Forum schreibt ein Mitarbeiter dazu:

Wenn Euer Datenvolumen aufgebraucht ist, dann könnt Ihr über die Seite center.vodafone.de neues Datenvolumen nachbuchen. Beachtet aber, dass Ihr mit dem Smartphone/Tablet in unseren Netz eingeloggt sein müsst. Im WLAN klappt es nicht. Ich empfehle Euch für’s Smartphone/Tablet unsere MeinVodafone App. Ihr habt die App noch nicht? Dann schaut mal hier.

Zusätzliches Volumen bei O2 Nachbuchen

Im Netz von O2 sind die Datenupgrades bei den O2 Allnet Flat in der Regel nur für die großen Flatrates buchbar. O2 selbst spricht bei de O2 Flatrates vom Turbo Pack, den man für 4.99 Euro dazu buchen kann, in neueren Tarifen hört diese Option auch auf den Namen Datensnack. Allerdings ist diese Buchung nur über den Kundenservice möglich. O2 bietet die Snacks immer selbst an, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist, man kann sich als Kunden an der Stelle leider wenig aussuchen. Fonic bietet ebenfalls einen solchen Pack an, der allerdings unter dem Namen Datenupgrade läuft und per Antwort-SMS an die Drossel-Nachricht aktivierbar ist.

Da Eplus mittlerweile komplett durch O2 übernommen wurde und die Anbieter im Eplus Netz mittlerweile auch alle auf die O2 Netzplattform umgestellt wurden, gibt es die Volumennachbuchung um Eplus Netz praktisch nicht mehr. Die entsprechenden Systeme laufen inzwischen auf O2 oder man nutzt eigene Systeme. So schreibt beispielsweise ALDI Talk zur Möglichkeit, Datenvolumen nachzubuchen:

Das Aufladen des ALDI TALK Datenvolumens ist über die ALDI TALK App, Mein ALDI TALK oder unsere kostenlose Konto-Hotline 1155 möglich; mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite der jeweiligen Option. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, bei intensiver Nutzung auf weiteres High-Speed-Internet bis zum Ende Ihrer Optionslaufzeit verzichten zu müssen.

Man sollte daher vor der Buchung nochmal direkt beim eigenen Anbieter nach schauen, welche Möglichkeiten und Varianten nach der Umstellung auf O2 zur Verfügung stehen. Sonst kann es unter Umständen Fehlermeldungen geben.

Sonderfall Datenautomatik

Seit 2015 gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Datenvolumen nachzubuchen: die Datenautomatik. Dies ist eine automatische Variante der Volumenbuchung (daher auch der Namen Automatik) und ist bei einigen Anbieter als Feature standardmäßig mit aktiv. Dann werden bei Überschreitung des monatlichen Inklusiv-Volumens automatisch mehrere hundert Megabyte Datenvolumen kostenpflichtig dazu gebucht und das häufig auch mehrmals pro Monat (bis zu 3x).

WinSIM (Drillisch) schreibt beispielsweise zur Funktionsweise der Automatik:

Sie haben, je nach Tarif, ein bestimmtes Inklusiv-Datenvolumen. Nach Verbrauch des monatlichen Inklusiv-Volumens wird automatisch bis zu 3 x pro Monat 200 MB zusätzliches Datenvolumen für jeweils nur 2 € aufgebucht. Die Datenautomatik ist deaktivierbar. Sie werden mit Erreichen von 80 % und 100 % Ihres Inklusiv-Volumens automatisch per SMS benachrichtigt, sowie nach jeder automatischen Erweiterung.

Die monatliche Kosten können so ansteigen, wenn man das Datenvolumen nicht kontrolliert. Teilweise ist die Datenautomatik auch fester Tarifbestandteil und lässt sich nicht deaktivieren. Viele Kunden sehen die Datenautomatik daher in erster Linie als Kostenautomatik, die zu Gunsten des Anbieters arbeitet. Die Kritik daran ist nach wie vor groß und es gibt bereits die ersten Prozesse vor den Gerichten um diese Automatik.

In älteren Tarifen gab es bei der Datenautomatik oft auch noch ein weiteres Feature: Kunden wurden automatisch in eine größere (und teurere) Datenautomatik gebucht, wenn sie zu oft die Automatik in Anspruch genommen hatten. Dieses automatische Upgrade ist aber mittlerweile bei fast allen Tarifen wieder entfernt, weil sich vor Gericht wohl nicht durchsetzen lässt, dass so ein Upgrade automatisch vorgenommen wird.

Aktuelle setzen in der Regel nur noch die Drillisch Discounter im Postpaid Bereich auf die Datenautomatik. Die andere Anbieter haben sich mittlerweile bereits wieder davon verabschiedet.

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