Vodafone GigaMobil Allnet Flat – Vorteile, Nachteile und was man sonst noch wissen sollte

Vodafone GigaMobil Allnet Flat – Vorteile, Nachteile und was man sonst noch wissen sollte – Vodafone trennt sich 2022 von den bekannten RED Tarifen und ersetzt sie stattdessen durch die neuen Vodafone GigaMobil Flatrates. Grundsätzlich wird die Tariflogik dabei übernommen und man kann auch bereits gebuchte Vodafone RED Tarife weiter nutzen. Für Neukunden gibt es aber nun nur noch die GigaMobil Flatrates und wahrscheinlich werden diese Kunden auch die nächsten Jahre begleiten.

Vodafone schreibt selbst zur neuen Tarifgeneration ab 2022:

In den neuen GigaMobil und GigaMobil Young-Tarifen bleiben beliebte Tarif-Bestandteile des alten Red und Young-Portfolios erhalten. So sind eine Flatrate für Telefonie und SMS, 5G und 4G | LTE Max für maximal schnelles Surfen, GigaDepot, SpeedGo, EU-Roaming und WiFi Calling enthalten. Aktuelle Smartphones können Kunden mit niedrigen monatlichen Zuzahlungen ebenfalls zubuchen.

Für Kunden, die neben ihrem Smartphone auch eine Smart-Watch oder ein Tablet nutzen, sind die Tarife GigaMobil XL und GigaMobil Young XL besonders vorteilhaft. Denn hier ist eine OneNumber SIM-Karte mit gleicher Mobilfunk-Nummer wie die Hauptkarte, inklusive. Und für Familienmitglieder können sie in allen GigaMobil und GigaMobil Young-Tarifen weitere kostengünstige Red+ Zusatzkarten mit eigenen Mobilfunk-Nummern hinzubuchen. Das Datenvolumen der Hauptkarte wird dann einfach mit den Familienkarten über die MeinVodafone App geteilt.

Vodafone setzt dabei vor alle auf Power. Die GigaMobil Tarife als originale Allnet Flat von Vodafone bieten den höchsten Speed, kostenlosen 5G Zugang und auch das meiste Datenvolumen im Vodafone Netz. Beim monatlichen Volumen staffeln sich die Angebote ab 5 GB pro Monat über 10 GB Flat und 20 GB Datenvolumen bis hin zu unbegrenztem Volumen.

Das Unternehmen spricht damit vor allem Nutzer an, die viel Leistung brauchen und daher auch bereit sind, dafür etwas mehr zu bezahlen. Die kleinste Flatrate (GigaMobil XS) kostete immerhin 29.99 Euro (aktionsweise manchmal auch etwas weniger) und ist damit deutlich teurer als Discounter Flat im Vodafone Netz. Diese bekommt man teilweise bereits ab 10 Euro monatlich und daher ist der Preisunterschied von Vodafone GigaMobil zu den Discount-Angeboten dann doch bereits recht deutlich.

WICHTIG: Die bekannten Vodafone GigaPässe, bei denen man bestimmte Nutzungen nicht auf das Datenvolumen abgerechnet hat, gibt es bei den GigaMobil Allnet Flat nicht mehr. Die Gerichte haben entschieden, dass diese Angebote gegen die Netzneutralität verstoßen haben und daher musste Vodafone sie entfernen. Bei den alten Vodafone RED Flat kann man sie (falls bereits gebucht) aber weiter nutzen.

Vergleichbare Tarife in anderen Netzen findet man direkt bei der Telekom (MagentaMobil Allnet Flat) und bei O2 (O2 Free Allnet Flat). Nicht geändert hat sich bei den Prepaid Flatrates des Unternehmen. Die Callya Allnet Flat sind weiterhin unter diesem Namen und mit den bekannten Tarifen verfügbar. Auch andere Anbieter im Vodafone Netz wie die FYVE Allnet Flat oder die Otelo Flat sind unverändert nutzbar.

Der technische Steckbrief der Vodafone GigaMobil Flat

Was ist RCS? – RCS ist eine Technik für die Nachrichtenübermittlung und mittlerweile schon mehr als 10 Jahre alt. Das Konzept war ursprünglich geplant gewesen um einen Nachfolger für die SMS anbieten zu können. Daher wurde RCS mit den Funktionen ergänzt, die moderne Messenger wie WhatsApp bieten, die aber in SMS nicht vorhanden sind. In der Regel sind RCS Nachrichten deutlich billiger, da sie nicht per Nachricht abgerechnet werden, sondern per Datenvolumen. Wer also eine Datenflat hat (und die ist bei fast allen Allnet Flat mittlerweile mit enthalten) verschickt die Messages so kostenlos.

Immer lange Laufzeiten bei den GigaMobil Tarifen

Vodafone bietet die GigaMobil Allnetflat immer mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten an. Anders als bei vielen anderen Anbietern gibt es daher nicht die Möglichkeit, die Vodafone Flatrates auch flexibel zu buchen. Man ist immer mindestens 2 Jahre an den Vertrag gebunden. Danach verlängert sich die Allnet Flat automatisch jeweils um einen weiteren Monat und kann dann auch monatlich gekündigt werden.

Kürzere Vertragslaufzeiten findet man bei Vodafone nur bei den Callya Prepaid Flat und bei einigen Drittanbietern.

5G bei den GigaMobil Allnet Flat

Die Nutzung des 5G Netzes ist bei allen GigaMobil Anggeboten kostenlos mit möglich. Die Flatrates buchen sich also auch ins 5G Netz von Vodafone ein und können bereits die neuen Geschwindigkeiten nutzen, wenn Vodafone vor Ort bereits ein 5G Mobilfunk-Netz anbietet. Aktuell erreicht Vodafone mit dem eigenen 5G Netz dabei bereits mehrere Millionen Nutzer, vor allem außerhalb der Ballungsgebiete gibt es aber auch noch große Bereiche, in denen kein 5G zur Verfügung steht. Dann hat man dennoch Internet, aber eben nur im 4G/LTE Netz von Vodafone.

Vodafone schreibt selbst zum Netzausbau:

Heute sind 94 Prozent aller Handys, die Vodafone verkauft, 5G-Smartphones. Fast 30 Prozent der Smartphones, die täglich im Mobilfunknetz genutzt werden, sind 5G-Handys. Die Endgeräte können mittlerweile auf mehr als der Hälfte der Fläche des Landes im 5G-Netz genutzt werden.

Genau drei Jahre nach dem Start vergrößert Vodafone das eigene 5G-Netz. 34.000 Antennen im Vodafone-Netz sind jetzt für 5G freigeschaltet. Mehr als zwei Drittel aller Menschen in Deutschland können die 5G-Technik zuhause nutzen. Und tun das auch immer häufiger: Eine Netz-Analyse von Vodafone zeigt: Der Datenverkehr im 5G-Netz steigt stark an. Vor allem in den zurückliegenden zwölf Monaten stieg die Nutzung deutlich.

Man kann auf der Netzausbaukarte von Vodafone aber recht gut abfragen, ob man bereits im 5G Ausbaugebiet wohnt oder nicht und daher vor einem Kauf bereits prüfen, ob man die neue Technik nutzen kann oder nicht. Wer 5G haben möchte, sollte daher vor der Bestellung des Ausbaustand auf der kostenlosen Ausbaukarte von Vodafone abfragen.

Darüber hinaus benötigt man für den Zugriff auf 5G auch ein Smartphone, das diese Technik bereits unterstützt. Neuere Geräte sind meistens als 5G Modelle gekennzeichnet, daher weiß man bereits vom Namen her, dass 5G unterstützt wird. Bei iPhone sind es iPhone 12 und iPhone 13, die bereits komplett 5G nutzen können (auch die Mini-Modelle). Samsung bietet die Galaxy S21 und auch die Galaxy S22 ebenfalls mit kompletten 5G Support an und auch Xiaomi 11 und 12 unterstützen 5G. Sollte man noch ein älteres Modell ohne 5G Zugriff haben, kann man damit natürlich dennoch ins mobile Internet gehen, nur eben nur im 4G Netz von Vodafone. Daher ist es in desem Zuge vielleicht eine Überlegeung wert, ob man nicht nur den GigaMobil Tarif wechselt, sondern auch gleich auf ein neues 5G Smartphone setzt.

Unbegrenztes Datenvolumen bei den GigaMobil Flatrates

Vodafone hatte lange Zeit zu unbegrenztem Surfen ein eher gespaltenes Verhältnis. Das Unternehmen bot mit dem RED XL Tarif zwar eine unlimited Flat an, hatte diese aber nicht im Online-Shop. Man musste diese vor Ort im Shop oder über die Hotline kaufen – warum auch immer.

Mit der Umstellung auf die neuen GigaMobil-Flatrates hat sich dies erfreulicherweise verbessert. Die GigaMobil XL Flatrate bietet unbegrenztes Datenvolumen und ist damit eine echte unlimited Allnet Flat. Mit einem monatlichen Preis von 79.99 Euro ist die Flat auch billiger als beispielsweise vergleichbare Angebote bei der Telekom. Man kann die Flat nun auch explizit online buchen und damit steht endlich auch im Online Shop von Vodafone eine unbegrenzte Internet Flat zur Verfügung.

Im Vergleich zu den O2 Allnet Flat mit unbegrenztem Datenvolumen gibt es bei Vodafone aber nur ein so ein Angebot, dafür aber ohne Speed-Einschränkungen. Man surft also auch bei der GigaMobil XL Flatrate mit vollem Speed sowohl im LTE Netz als auch im 5G Netz. Eine künstliche Drosselung gibt es nicht. Vodafone schreibt selbst zu den seltenen Einschränkungen (nicht nur in diesem Tarif):

Wir nehmen keine Verkehrsmanagement-Maßnahmen vor, die die Qualität des Internet-Zugangs, die Privatsphäre oder den Schutz personenbezogener Daten beeinträchtigen. Um Engpässe zu vermeiden, behalten wir uns vor, Verkehrsmanagement-Maßnahmen einzuführen, um den Verkehrsfluss zu optimieren. Gleiches gilt für Maßnahmen zur Sicherung der Integrität und Sicherheit des Netzes. Es gilt außerdem für Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erforderlich sind, z.B. für Katastrophenfälle.

Zur Sicherung der Integrität und Sicherheit des Netzes können z.B. Port-Sperren eingerichtet werden, wodurch einzelne Anwendungen oder Dienste, die die geblockten Ports nutzen, beeinträchtigt werden bzw. nicht über diese Ports nutzbar sind. Angaben zu den dauerhaft gesperrten Ports und zu den Auswirkungen auf die Anwendungs- bzw. Dienste-Nutzung findest Du auf www.vodafone.de/portsperren. Es können darüber hinaus kurzfristige Sperrungen eingerichtet sein.

Die Geschwindigkeit Deiner Internet-Verbindung kannst Du mit der MeinVodafone-App überprüfen. Bei erheblichen Abweichungen von der jeweiligen beworbenen Download- oder Upload-Geschwindigkeit kann die Nutzung des Internets deutlich langsamer sein. Z.B. sind Downloads und das Laden von Internet-Seiten deutlich langsamer oder nicht möglich. Audio- und Video-Streaming-Dienste sind nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen nutzbar. Inwieweit Du Apps nutzen kannst, hängt von den Anforderungen der jeweiligen App ab.

Was kann man bei Problemen mit der Allnet Flat tun?

Sollte man mit den Vertragsbedingungen einer Allnet Flatrate nicht einverstanden sein oder wichtige Leistungen nicht angeboten werden, kann man als Verbraucher mittlerweile auf eine Reihe von Hilfsangeboten zurück greifen. Grundlegende Infos dazu haben wir hier in diesen Artikeln zusammengefasst: Was zählt zu einer Allnet Flat? | Für wen lohnt sich eine Allnet Flat? | Was tun bei Problemen und Ärger mit der Allnet Flat?

Wichtiger Ansprechpartner bei Allnet-Flat Problemen ist dabei die Bundesnetzagentur. Diese ist nicht nur die Aufsichtsbehörde für den Bereich Telekommunikation, sondern auch die Schlichtungstelle in diesem Bereich. Man kann dort also also einen kostenlosen Schlichterspruch bekommen (der allerdings nicht bindend ist).

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst dazu:

Die Verbraucherschlichtungsstelle Telekommunikation vermittelt seit 1999 als neutrale Instanz in Streitfällen zwischen Endkunden und Telekommunikationsanbietern aus dem Telekommunikationsvertrag. Grundlage hierfür ist das Telekommunikationsgesetz (TKG). Die Verbraucherschlichtungsstelle Telekommunikation ist bei der Bundesnetzagentur angesiedelt und damit eine behördliche Verbraucherschlichtungsstelle nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG).

Weiter Hilfe bei Schwierigkeiten mit Allnet-Angeboten findet man bei den Verbraucherverbänden. Diese sind auch im Bereich Handys und Handytarife meistens recht erfahren. Mehr Informationen zu den Verbraucherzentralen findet man auf der Informationsseite des Verbraucher-Minsteriums und natürlich bei der Verbraucher-Zentrale direkt vor Ort.

Als letzter Ausweg bleibt dann immer noch der Anwalt, vor allem wenn es um höhere Summen geht oder ein Gerichtsverfahren ansteht ist das immer eine gute (aber auch teure) Lösung.

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