Telekom Pluskarten: Zusatzkarten für weitere Nutzer und Geräte

Telekom Pluskarten: Zusatzkarten für weitere Nutzer und Geräte – Die Telekom wirbt derzeit sehr stark mit mehreren Simkarte für die gesamte Familie und auch damit, dass es billiger wird, je mehr sich für einen Telekom Tarif entscheiden. Tatsächlich kann man richtig viel Geld sparen, wenn man das sogenannte PlusKarten Konzept der Telekom nutzt und mehrere Personen mit Telekom Allnet Flat ausstattet. Wie das geht und wie man richtig spart, in dem man die Pluskarten der Telekom nutzt, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

Telekom Pluskarten: Zusatzkarten für weitere Nutzer und Geräte

Das Konzept ist leider nicht ganz einfach, denn die Telekom bietet eine Reihe von Zusatzkarten an und die neuen Pluskarten sind nur ein Teil davon. Es gibt aber auf jeden Fall eine Gemeinsamkeit bei den Zusatzkarten der Telekom: Man benötigt fürdie Telekom Pluskarten immer einen Haupttarif der Telekom, zu dem man dann weitere Simkarte oder Tarife bucht. Die Zusatzkarten lassen sich also nicht einzeln kaufen, sondern nur dann, wenn man bereits eine passende Allnet Flat der Telekom hat. In der Regel sind es dabei die normalen MagentaMobil Allnet Flat der Telekom, die als Grundtarif genutzt werden. Die Prepaid Alllnet Flat der Telekom gelten leider nicht als Grundtarife. Auch die Allnet Flat der Tochtermarke Congstar zählen nicht dazu.

Hat man einen richtigen Telekom Tarif, dann sieht das Konzept wie folgt aus:

  • die erste Pluskarte zum Tarif kostet 19.95 Euro monatlich und jede weitere Pluskarte 9.95 Euro.
  • Die Pluskarten haben jeweils das gleiche Datenvolumen wie der Haupttarif, das Datenvolumen wird aber nicht gemeinsam genutzt. Jede Pluskarte hat ein eigenes Volumen, eine eigene Rufnummer und kann auch mit einer kürzeren Laufzeit als der Haupttarif gebucht werden
  • Für Kinder gibt es dazu die MagentaMobil PlusKarte Kids & Teens und für die reine Datennutzung steht die MagentaMobil PlusKarte Data zur Verfügung. Beide Angebote kosten ebenfalls 9.95 Euro im Monat.

Bereits mit der ersten Pluskarte sind der Preis für die zweite Allnet Flat damit auf 19.95 Euro und für jede weitere Allnet Flat (Pluskarte+ genannt) sogar auf nur 9.95 Euro. Damit sinkt der durchschnittliche Preis pro Person bzw. Tarif mit jeder Pluskarte deutlich ab.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung. Die Pluskarten sind KEINE MULTISIM, sondern weitere Tarife, die man für weitere Personen zu einem bestehenden Telekom Vertrag buchen kann. MultiSIM haben wir in diesem Artikel separat behandelt: MultiSIM Flat und Tarife

Die Telekom schreibt selbst zum Unterschied von Pluskarten zu MultiSIM:

PlusKarten erhalten im Gegensatz zu MultiSIM eine eigene Rufnummer und eigenes Datenvolumen. Diese können also sehr gut für weitere Familienmitglieder oder Freunde genutzt werden. MultiSIM Karten sind für die Nutzung in Tablets oder Smartwatches vorgesehen, da sie die gleiche Rufnummer des Hauptvertrags haben, inkl. parallelem Surfen, Telefonieren und Streamen.

Die aktuellen Tarifdetails der Telekom Pluskarten

HINWEIS Bei älteren Tarifen hießen die Telekom Pluskarte noch FamilyCards. Diese Zusatzkarten gibt es aber mittlerweile nicht mehr, die Telekom hat alle Angebote auf das neue Pluskarten Konzept umgestellt. Wer also nach FamilyCards schaut, muss jetzt zu einer Pluskarte greifen.

Die Voraussetzungen für eine Pluskarte

Eine wichtige Voraussetzung haben wir oben bereits genannt: man benötigt in jedem Fall eine MagentaMobil Allnet Flat der Telekom. Dazu werden die Pluskarten immer über eine gemeinsame Rechnung abgerechnet – man sollte sich also für dieses Konzept schon nahe stehen, sonst haben Fremde Zugriff auf die eigene Telefon-Rechnung und die Telefoniergewohnheiten.

Die Telekom schreibt selbst dazu:

Um eine PlusKarte buchen zu können, muss eine berechtigte MagentaMobil Karte (XS-XL) der aktuellen Generation ab 06.09.2019 zugrunde liegen. Neben den regulären PlusKarten für weitere Personen, gibt es ebenfalls PlusKarten Kids & Teens für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren sowie PlusKarten Data für die Nutzung am Tablet, Laptop oder ähnlichem. … Die Zusatzkarten können für Familienmitglieder, Freunde oder andere Personen gebucht werden, die Ihnen nahestehen. Alle Karten inkl. der Hauptkarte laufen über eine Rechnung. Dabei ist es egal, wo die Nutzer der PlusKarten wohnen – ob im gleichen Haus oder an einem anderen Ort in Deutschland.

Eine familiäre Bindung ist dagegen keine Voraussetzung für die Pluskarten – man kann deses konzept also auch mit Freunden und Bekannten nutzen um die Handyrechnung zu senken,

Die Telekom Netz Allnet Flat Anbieter

Die Telekom bietet im eigenen Netz D1 Netz Allnet Flat selbst an und auch über die Tochtermarke Congstar. Deneben gibt es weitere Discounter in diesem Mobilfunk-Netz.

Was wurde aus den StreamOn Angeboten?

In den älteren MagentaMobil Allnet Flat vor Sommer 2022 gab es als Zusatzoption noch die sogenannten Stream On Angebote, mit den man Streaming oder auch andere Inhalte nutzen konnte, die dazugehörige Datenübertragung aber nicht auf die Datenflat angerechnet wurde. Seit Juli 2022 sind diese Angebote in den neuen MagentaMobil Flat nicht mehr enthalten. Ältere Tarife können diese Optionen aber weiter nutzen. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil, dass in den Stream On Angeboten einen Verstoß gegen die Netzneutralität sieht. Daten sind von Anbieter immer gleich zu behandeln, eine Ausnahmen für Dienste, die kein Datenvolumen brauchen, gibt es daher nicht.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu selbst:

Die Bundesnetzagentur hat heute die Vermarktung der Zero Rating-Optionen „StreamOn“ und „Vodafone Pass“ untersagt. Außerdem hat sie die Beendigung von Bestandskundenverträgen angeordnet. Die Angebote verstoßen gegen die Netzneutralität, weil sie den Datenverkehr nicht gleich behandeln.

Der Europäische Gerichtshof hatte am 2. September 2021 entschieden, dass die Zero Rating-Optionen „StreamOn“ der Deutschen Telekom und „Vodafone Pass“ mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung des Datenverkehrs unvereinbar sind. Der Gerichtshof versteht den Grundsatz der Gleichbehandlung als allgemeines Gleichbehandlungsgebot. Das bedeutet, er untersagt sowohl technische als auch tarifliche Ungleichbehandlungen zwischen verschiedenen Verkehrsarten innerhalb eines Tarifs. Bei Zero Rating-Optionen wird der Datenverkehr dadurch ungleich behandelt, dass bestimmte Dienste und Anwendungen – im Unterschied zu allen übrigen Diensten und Anwendungen – nicht auf das Dateninklusivvolumen angerechnet werden, also unbegrenzt nutzbar sind.

Die Neuvermarktung von „StreamOn“ und „Vodafone Pass“ ist nach der Anordnung der Bundesnetzagentur bis zum 1. Juli 2022 einzustellen. Die beiden Zero Rating-Optionen sollen dann über keinen Vertriebskanal mehr buchbar sein. Für die Einstellung der Zero Rating-Optionen im Bestandskundengeschäft haben die Anbieter bis Ende März 2023 Zeit. Diese Umsetzungsfrist ist angesichts der großen Anzahl von Bestandskunden erforderlich, auch um einen verbraucherfreundlichen Übergang auf andere Tarife zu ermöglichen.

Die Telekom hat aus diesem Grund die Stream On Option mittlerweile aus den Angeboten entfernt. Dafür gibt es in der neuen Tarifgeneration mehr Datenvolumen (sozusagen als Ausgleich und mehr Partnerkarten als MultiSIM bzw. Zweitkarten). Man sollte aktuell auch nicht davon ausgehen, dass ähnliche Angebote neu gestartet werden, das Urteil auf EU Ebene war recht deutlich.

5G bei den MagentaMobil Allnet Flat der Telekom

Die Telekom bietet in allen aktuellen Tarifen den Zugang zum gut ausgebauten 5G Mobilfunk-Netz der Telekom an. Dieses Feature ist direkt mit in den Allnet Flat integriert und die Nutzung ist kostenfrei. Es gibt also weder für das mobile Surfen im LTE/4G Netz der Telekom noch im 5G Netz extra Kosten. Die MagentaMobil Tarif wählen sich automatisch in das 5G Netz der Telekom ein, wenn dieses vor Ort vorhanden ist. Der Vebraucher muss an der Stelle nichts machen, sondern profitiert einfach von den höheren Geschwindigkeiten und in der Regel auch von der geringeren Auslastung in den 5G Netzbereichen.

Die Nutzung von 5G ist natürlich nur dort möglich, wo die Telekom das eigene 5G Netz bereits ausgebaut hat. Dieser Ausbau ist nach wie vor im Gange, nach eigenen Angaben erreicht die Telekom aber mittlerweile mehr als 90 Prozent der deutschen Nutzer. In der Fläche sieht es aber nicht ganz so gut aus, nach wie vor gibt es weiße Bereichen, in denen auch das D1 Netz der Telekom noch kein 5G Netz anbieten kann. In diesen Fällen haben die Nutzer mit einer MagentaMobil Allnetflat natürlich dennoch Internet – es wird in so einem Fall einfach das 4G/LTE Netz der Telekom genutzt. Der Speed ist dann entsprechend etwas geringer.

Die Telekom schreibt selbst zum eigenen 5G Ausbau:

Die Telekom hat ihr Mobilfunkangebot in den vergangenen sieben Wochen an bundesweit 855 Standorten ausgebaut. An 123 Standorten wurden 5G-Kapazitäten geschaffen, 194 LTE-Standorte wurden neu gebaut und zusätzliche LTE-Kapazitäten an 538 Standorten bereitgestellt. 

Auf der schnellen 3,6 GHz-Frequenz funken bundesweit jetzt über 2.000 5G-Standorte.

Der 5G-Empfang im Netz der Telekom ist mittlerweile fast die Regel. Bereits heute können 92 Prozent der Haushalte auf das 5G-Netz der Telekom zugreifen. Die Haushaltsabdeckung bei LTE liegt bei 99 Prozent. 

„Wir drücken beim Mobilfunk-Ausbau weiter aufs Tempo“, sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland. „Aktuell funken über 100.000 Antennen an mehr als 34.000 Standorten im Netz der Telekom. Jährlich kommen mehr als 1500 neue Standorte hinzu, besonders im Bereich der Autobahnen und Bahnstrecken. Wir versorgen Deutschland mit 5G, unserem neuen Standard im Mobilfunknetz und erreichen bereits heute eine Haushaltsabdeckung von 92 Prozent. Wir geben aber weiter Vollgas: Bis 2025 werden 99 Prozent der Haushalte in unserem 5G-Netz surfen können.“

Neben dem Netzausbau ist für die Nutzung von 5G auch ein passendes Smartphone notwendig. Man benötigt ein Gerät, dass bereits ein 5G Modem verbaut hat. Viele der aktuellen Modelle auf dem Markt – und natürlich vor allem die neusten Topmodelle – haben diese Technik bereits und können sich daher problemlos ins 5G Mobilfunk-Netz der Telekom einwählen. Bei älteren Geräten ist dies aber oft noch nicht der Fall, sondern es ist dann lediglich ein 4G Modem verbaut. In diesen Fällen gibt es leider auch keine Chance, dies aufzurüsten. Es ist dann eventuell eine gute Gelegenheit, gleich noch ein neues Smartphone zur MagentaMobil Allnet Flat zu holen.

Click to rate this post!
[Total: 0 Average: 0]

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.